Als ich vor einiger Zeit die E-Mail erhielt, dass ich für den Digital Super Hero 2025 nominiert wurde, stellte ich mir zuerst die Frage:
Von wem eigentlich?
Um dann festzustellen da hat tatsächlich jemand meine Arbeit gesehen, geschätzt und für wert befunden, sie zu nominieren.
Das hat mich ehrlich gefreut.
Nicht (nur), weil’s das Ego ein bisserl streichelt sondern weil Marketing für mich weit mehr als nur ein Job ist.
Es ist die Kunst, Menschen zu verstehen und mit ihnen in echten Dialog zu treten. Dieses Wissen versuche ich nicht nur in meiner täglichen Arbeit weiterzugeben, sondern auch Nachwuchstalente und Kolleginnen und Kollegen aus der Branche abzuholen um gemeinsam über neue Erkenntnisse zu lernen, zu diskutieren und sich gegenseitig zu inspirieren.
Vom Print über TV bis hin zum Digitalen habe ich in den letzten zwei Jahrzehnten fast jede Disziplin des Marketings erlebt, von klassischer Markenkommunikation über Mediaplanung, Strategie und Kreation bis hin zu datengetriebenen, digitalen Ökosystemen.
Und ich habe mich oft dabei ertappt, schon wieder das nächste Thema lernen zu wollen, bevor das alte ganz abgeschlossen war.
Marketing ist in den letzten zehn Jahren so vielschichtiger geworden inhaltlich, technologisch und kulturell –, dass man heute einen ziemlichen Aufwand betreiben muss, um wirklich up to date zu bleiben.
Ich habe in Bücher investiert (von Byron Sharp und Caroline Criado-Perez bis Marco Hassler und Armstrong), Podcasts verschlungen („Beyond Pageviews“, „Der Digital Stratege“, „Daliana’s Game“), unzählige Onlinekurse (HarvardX, Udemy, LinkedIn Learning) absolviert, Wissen über YouTube, TikTok & Co. aufgesogen und, am wichtigsten, von großartigen Menschen gelernt: Kolleginnen und Kollegen, die genauso neugierig, kritisch und leidenschaftlich sind wie ich.
Ebenso inspirierend sind für mich die Vorträge unserer betreuenden Mediaagentur, die mich immer wieder mit frischen Perspektiven abholen genauso wie die großartigen Stimmen auf LinkedIn (ich nenne sie liebevoll meine Influencer): Philipp Baron Freytag von Loringhoven, Dr. Augustine Fou, Axelle Malek, Alex Wang, Viktoria Schnaderbeck, Mina Saidze und viele mehr, deren Beiträge mich regelmäßig zum Nachdenken bringen.
Meine Website, mein Blog, mein Personal Branding – all das sind keine Projekte aus Kalkül, sondern aus Neugier entstanden. Ich wollte verstehen, wie man Strukturen baut, Inhalte sichtbar macht und Technologie sinnvoll nutzt. Aus purer Neugier habe ich mir sogar eine kleine API gebaut, nur um zu begreifen, wie man KI-Lösungen integrieren könnte.
Vielleicht ist das auch der wahre Superhelden-Moment:
Wenn man merkt, dass sich all die kleinen Schritte, Fehler und Learnings zu etwas formen, das andere inspiriert.
Diese Nominierung bedeutet mir deshalb viel. Weil sie nicht von einer Jury aus der Ferne kommt, sondern aus unserer Branche von Menschen, die wissen, dass Marketing kein Sprint ist, sondern ein Dauerlauf. Einer, der nur Spaß macht, wenn man ihn mit Leidenschaft läuft.
Danke für die Anerkennung.
Und bevor ich’s vergesse: Hier könnt ihr voten → digitalsuperhero.at
Vom neugierigen Werber zum Digital Super Hero (2025) – wer weiß?
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